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Nachrüstung Ad blue für Daimler freigegeben

Ad blue Nachrüstung für Daimler Benz Diesel freigegeben

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat erstmals durch Erteilung einer Betriebserlaubnis zur Nachrüstung die Möglichkeit eröffnet, Fahrzeuge mit Dieselmotoren des Herstellers Mercedes-Benz betriebstauglich nachzurüsten.

Ad blue Nachrüstung für Daimler Benz
Ad blue Nachrüstung für Daimler Benz zugelassen

Eine Hardware des Herstellers Dr Pley SCR Technology hat die Genehmigung des KBA zur Nachrüstung bekommen. Diese Erlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes ist die Erste für einen Massenautohersteller aus Deutschland. Zuvor wurde eine Hardware nur für Volvo-Autos zugelassen.

Nach Informationsangaben des Nachrüsters M. Pley ist die Hardwareeinsetzung für die folgenden Modelle der Marke Mercedes möglich: C- und E-Klasse sowie im größeren Fahrzeug des Herstellers Mercedes GLK. Jedoch werden nur Motoren der Schadstoffklasse Euro 5 erfasst. Fahrer dieser Daimler-Fahrzeuge können online überprüfen, ob die Nachrüstung für ihr PKW-Modell möglich ist. Daimler soll den Hersteller der Nachrüstungshardware unterstützen.

3000 Euro von Daimler Benz als Zuschuss

Nur für Daimler-Fahrer von bestimmten Regionen hat sich der Hersteller bislang entschieden, einen Zuschuss zur Nachrüstung in Höhe von 3.000,- € zu gewähren. Die Zahl der förderungsfähigen Autobesitzer bleibt aber nach Angaben von Mercedes unklar.

Man kann weiter die Tendenz beobachten, dass sich auch andere Hersteller bereit erklären, die Nachrüstung ihrer Modelle finanziell zu fördern. Auch VW zählt zu diesen Autobauern, obwohl für die VW-Diesel Modelle noch keine KBA-Genehmigung einer Nachrüstungshardware vorliegt.

Ein mögliches System hat die Firma Baumot Group AG zur Genehmigung vorgelegt, jedoch wurde bisher keine Betriebserlaubnis erteilt. Dieses System soll bei bestimmten VW-Fahrzeugen mit 1.6-Liter-Diesel-Motor einsetzbar sein und den Schadstoff-Ausstoß drastisch reduzieren.

Technische Funktionsweise der Nachrüstung (Ad Blue)

Technisch funktioniert das System auf folgende Art und Weise: Eine Harnstofflösung („Ad Blue“) wird zur Reinigung der Abgase nach der Verbrennung des Kraftstoffs im Motor in den nachgebauten Katalysator gespritzt. Wobei sowohl der Katalysator als auch ein Ad-Blue-Tank installiert werden. Diesen Prozess nennt man „Selektive Katalytische Reduktion“.

Obwohl sich die deutsche Autoherstellerindustrie bisher im Verhältnis zu möglichen Nachrüstungssystemen eher zurückhaltend verhalten hat, hat das Ministerium schon Ende 2018 eine Richtlinie erlassen, welche die Anforderungen von solchen Nachbesserungssystemen regelt. Voraussetzung ist u.a., dass eine Nachrüstung mindestens 5 Jahre oder alternativ 100.000 Kilometer problemlos funktioniert, aber auch nur maximal 270 Milligramm NOx  / km. ausstoßen darf.

Das Schicksal der Schadensersatzansprüche gegen Daimler Benz

Was bedeutet die zugelassene Nachrüstung für die möglichen Schadensersatzansprüche gegen die Daimler-AG? Kann ich meinen Diesel trotz Nachrüstung und Förderung zurück geben?

Ja, denn ihr Fahrzeug bleibt auch nach der Nachrüstung nach unserer Ansicht noch mangelhaft. Ferner sind Sie nicht gezwungen ene angebotene NAchrüstung wahrzunehmen, wenn diese für Sie Kosten, Aufwand und ggf. weitere Kosten verursacht. Es ist wahrscheinlich, dass die Hardware-Nachrüstung keine vollständige Lösung im Diesel-Abgasskandal bringt. Wie schon in den VW-Fällen (jedoch mit einer Software-Nachbesserung), kann das Einsetzen eines Systems als Nachbesserung fehlschlagen. Als andere Möglichkeit der Nachbesserung ist die Nachlieferung jedoch nicht immer für den Hersteller angemessen oder möglich (insbesondere bei Gebrauchtwagen).

Es bleiben für betroffene Daimler Käufer daher weiter der Schadenersatz und die Rückabwicklung des Kaufvertrages bestehen. Wir setzen gern ihre Ansprüche auf Rückzahlung des Kaufpreises Zug um Zug gegen Rücknahme des Fahrzeugs unter Berücksichtigung einer Nutzungsentschädigung durch.

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