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Audi Abgasskandal

Audi tiefer im Abgasskandal als erwartet:

Audi hat mit vier Abgasstrategien von 2003 bis 2018 seine Kunden getäuscht. Das Kraftfahrtbundesamt drückte im Abgasskandal beide Augen zu.

Audi im ABgasskandal
Audi tief im Abgasskandal

Audi Dieselskandal in Kürze:

  • Juni 2017: Audi muss 24.000 Fahrzeuge der Modellreihen A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren der Baujahre 2009 bis 2013 zurückrufen
  • Mai 2018: Audi wird verdächtigt bei den Modellen A6 und A7 mit Dieselmotoren eine illegale Software zur Abgasmanipulation einzusetzen
  • Juni 2018: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bestätigt den Verdacht und ordnet den Rückruf an – über 60.000 Modelle darunter in Deutschland 33.000.
  • Oktober 2018: Der im Juni verhaftete Audi Chef Rupert Stadler bleibt weiterhin in Untersuchungshaft; VW gibt bekannt, sich von Stadler endgültig zu trennen
  • November 2018: Rückruf. Das KBA ruft weitaus mehr Fahrzeuge zurück, als angenommen – insgesamt 151.000 Modelle von Audi A6 und A7
  • Februar 2019: Die Audi AG wird vom Landgericht Bonn verurteilt und spricht dem Käufer eines Q3 Schadensersatz zu.
  • Juni 2019: Audi soll noch bis 2018 manipulierte Autos verkauft haben und setzte vier Abgasstrategien ein. Teilweise werden Grenzwerte um das 18-fache im Fahrbetrieb überschritten.
    Hat das KBA Kraftfahrtbundesamt die Abgasmanipulationen gedeckt?
  • Juli 2019: In der Diesel-Affäre hat die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler erhoben. Ihm und drei weiteren Angeschuldigten werde „Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen“. Stadler soll mitverantwortlich sein, dass Audi noch lange nach Bekanntwerden der Affäre manipulierte PKW verkauft hat.
  • Audi Käufer sollten jetzt Rücktritt und Schadenersatz einklagen
  • August 2019 Staatshaftung: Audi-Käufer aus Hannover will jetzt die Bundesrepublik für den Dieselskandal haftbar machen

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Für Volkswagen gibt es keine Gesetze, Volkswagen macht die Gesetze

So lautet ein Spruch aus internen Quellen, die die Unternehmenskultur beschreibt. Der Ingolstädter Autobauer Audi und VW Tochter hat in der Abgasaffäre offenbar viel umfassender manipuliert als bislang bekannt. Nach Bericht der Tagesschau von gestern (31.06.2019) gehe es dabei auch um Dieselfahrzeuge mit größerer Motorisierung mit der Abgasnorm Euro 6. Betroffen seien mehr als 200.000 Fahrzeuge von Audi aber auch auch Volkswagen und Porsche.

Rückruf durch das Kraftfaft-Bundesamt

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Modelle zurückgerufen. Die entsprechenden Bescheide verschickte die Flensburger Behörde bis Januar 2018. Damals erklärte das zuständige Bundesverkehrsministerium, in den Fahrzeugen sei nur eine Abschalteinrichtung verbaut, nämlich die “Motoraufwärmfunktion”.

Vier Abgasstrategien von Audi

Tatsächlich zeigen die nicht öffentlichen KBA-Bescheide, die BR Recherche und dem Handelsblatt vorliegen: Audi setzte nicht nur eine, sondern meist vier unterschiedliche Abgasstrategien ein. Dadurch sind die Fahrzeuge auf dem Prüfstand sauberer als im Straßenverkehr. Die Behörde schlüsselt die Strategien in den jeweiligen Bescheiden alphabetisch auf – von A bis D.

Unzulässige Abschalteinrichtung schon 2003 bekannt

Das Kraftfahrt-Bundesamt stellte den Einsatz einer “unzulässigen Abschalteinrichtung” in Audi-Diesel-Fahrzeugen der Euro-4-Klasse fest.

Die Manipulation von Abgastests war bei Audi schon 2003 Thema, so der Bericht der “Tagesthemen”. Tatsächlich kommt von 2003 bis 2010 mit der so genannten “Akustikfunktion” eine unzulässige Abschalteinrichtung zum Einsatz, und zwar in Audi-Diesel-Fahrzeugen der Schadstoffklasse Euro 4. Das schreibt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in einem internen Vermerk vom 26. Juli 2018, der BR Recherche vorliegt. Darin heißt es, die Funktion stelle sicher, “dass der Emissionsgrenzwert für Stickoxide unter Typprüfbedingungen sicher eingehalten wird”, sie werde deswegen “als unzulässige Abschalteinrichtung eingestuft”.

Die Behörde hat bis heute keine Konsequenzen gezogen. Einen Rückruf der Euro-4-Diesel gibt es bisher nicht. Auf Anfrage äußern sich weder das KBA noch das übergeordnete Bundesverkehrsministerium zu diesem Sachverhalt.

Kraftfahrtbundesamt KBA in der Kritik

Oliver Krischer von den Grünen kritisiert das Vorgehen der Bundesbehörde scharf: “Eigentlich würde man erwarten, dass eine Behörde selber aktiv wird, sich selber ein Bild verschafft, wenn sie einen Verdacht eines Betruges hat, wir reden ja hier über Straftaten. Dazu ist das KBA aber nicht willens und in der Lage.”

Statt selbst zu prüfen, soll es sich auf Angaben der Hersteller verlassen haben. Auch von der Staatsanwaltschaft München II, die im Diesel-Skandal ermittelt, kommt nun harte Kritik. Sie verlangt sofortige Information durch das KBA bei neuen Erkenntnissen. Auch eine Durchsuchung der Behörde sei nun denkbar.

Staatshaftung im Dieselskandal: Audi-Käufer aus Hannover fordert Schadensersatz vom Staat 

Ein Käufer aus Hannover will jetzt die Bundesrepublik für den Diesel-Skandal haftbar machen. Ihm sei ein Schaden in Höhe von 47.272 Euro entstanden. Der Staat habe Schutzvorschriften der Europäischen Union nicht umgesetzt und VW zu lasch kontrolliert. Weil Bundesministerien und Behörden über Jahre Hinweise auf Manipulationen an Diesel-Autos ignoriert haben, fordern auch weitere VW-Kunden jetzt Schadensersatz vom Staat. Vor Allem im Fall der Verjährung von Ansprüchen gegen den Hersteller ist die Staatshaftung durchaus zu prüfen.

Was sollten betroffene Autokäufern nun tun?

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat mit Bescheid vom 04.06.2018 den verpflichtenden Rückruf von rund 33.000 in Deutschland zugelassenen Audi A6 und A7 angeordnet. Es soll sich dabei um Fahrzeuge mit den Motoren V6 TDI Gen2 Evo aus der aktuellen Baureihe C7 mit einer Leistung von über 200 kW und der Schadstoffklasse Euro 6 handeln, die ab 2014 gebaut wurden. Nun werden noch Modelle Audi Q6 und Q7 und weitere dazukommen, die bis 2018 verkauft worden sind.

Grund für den verpflichtenden Rückruf ist die vom KBA in diesen Modellen gefundene und von Audi eingeräumte Abgasmanipulation.

Das KBA untersagte Audi auch den weiteren Verkauf dieser Modelle, bis der Konzern ein Software-Update bereitgestellt und genehmigt bekommen hat, mit dem die Abgasmanipulationen beseitigt werden kann. Audi wurde aufgegeben, die unzulässige Abschalteinrichtungen aus den betroffenen Fahrzeugen nach der Freigabe des Maßnahmenpakets durch das KBA zu entfernen.

Nach derzeitiger Rechtsprechung zu den vergliechbaren VW Fällen können und sollten die Autokäufer der betroffenen Modelle nun den Rücktrivv vom Kaufvertrag erklären udn den Kaufpreis erstattet verlangen. Dies durch eine schnelle und erfolgreiche Einzelklage. Wir konnten in den VW-Fällen schon zahlreiche Urteile erzielen.

Lesen Sie hier welche Modelle vom Rückruf und Dieselskandal betroffen sind

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Grit Rahn
Rechtsanwältin
Knud J. Steffan
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht