Diesel Abgasskandal Anwälte Justus Rechtsanwälte
Justus Rechtsanwälte

Mercedes Rückruf – aktueller Status

Mercedes Rückruf: Das KBA ordnet neue Rückrufaktionen gegen Mercedes an, die Rückruf-Welle geht weiter. Nach Angaben der Behörden soll der Hersteller die Abgasemissionen von mehr als 170.000 anderen Diesel-Kfz weltweit manipuliert haben.

Mercedes Benz Rückrufe des Kraftfahrtbundesamt (KBA)
Mercedes Benz Rückrufe des KBA

Aktuelle KBA-Rückrufe 2020 – Mercedes Rückruf

Die folgenden Rückrufaktionen (mit Rückrufnummer und Datum) zeigen die jüngste Entwicklung des Mercedes-Benz Dieselskandals.

  • 9715 vom 02/2020
  • Betroffene Modelle: Mercedes E 250 CDI 4MATIC
  • Baujahr: 2010-2011
  • Motortyp: OM651, Euro 5
  • Beschreibung: Unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems.
  • 9717 vom 02/2020
  • Betroffene Modelle: GLK 220 BlueTEC 4MATIC; GLK 250 BlueTEC 4MATIC
  • Baujahr: 2012-2015
  • Motortyp: OM651, Euro 6T
  • Beschreibung: Unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems
  • 9680 vom 01/2020
  • Betroffene Modelle: Mercedes GLC 220d 4MATIC, 250d 4MATIC
  • Baujahr: 2015-2016
  • Motortyp: OM651, Euro 6
  • Beschreibung: Unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems.
  • 9672 vom 01/2020
  • Betroffene Modelle: Mercedes GLK 220 CDI 4×2
  • Baujahr: 2012-2015
  • Motortyp: OM651, Euro 5
  • Beschreibung: Unzulässige Abschalteinrichtung bzw. unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems.

Mercedes Rückruf A-, B-, C-, E- und S-Klasse (Juni 2020)

Viele Modelle von Mercedes-Benz mit Abgasnorm Euro 5 sind vom neuen Rückruf der zuständige Behörde (KBA) betroffen. Mit Ergänzungsbescheid vom Juni 2020 hat das KBA den bekannten GLK-Bescheid nun um weitere Modellvarianten der A-, B-, C-, E- und S-Klasse ergänzt. Insgesamt 170.000 weltweit, rund 60.000 Dieselautos davon in Deutschland stehen im Fokus. Der Grund dafür ist die Verwendung einer unzulässigen Software zum Zwecke der Manipulation von Abgaswerten.

Damit hat das KBA den Rückruf des SUV Mercedes-Benz GLK (z.B. KBA-Aktionen mit Referenznummer: 9020, 9672 und 9717) erweitert.

Es handelt sich um das berühmte thermische Fenster. Die Motorsteuerung reduziert die Abgasrückführung temperaturmäßig, wodurch die Abgaswerte im Normalbetrieb dauerhaft unerreichbar sind.

Es ist immer noch nicht klar, welche Modelle (Größe und Typ des Motors) mit dieser letzten Aktion zurückgerufen wurden. Das KBA konzentrierte sich jedoch auf Modelle, die bis 2014 gebaut wurden. Es ist dann sehr gut möglich, dass die Behörden Mercedes-Benz-Fahrzeuge mit dem Motor OM 651 aus dieser Zeit ins Visier genommen haben.

Reaktion und Urteile

Die Daimler AG wird mit den Behörden kooperieren, möchte aber gegen den letzen Mercedes Rückruf von Juni 2020 Widerspruch einlegen. Während das KBA die Abschalteinrichtung für unzulässig hält, argumentiert Daimler dagegen – sie ist nach EU-Vorschriften nicht verboten.

Einige Landgerichte und auch der BGH haben bereits entschieden – Schadenersatz kann auch dann gefordert werden, wenn das Fahrzeug noch nicht Gegenstand eines massiven Rückrufs ist. Doch jetzt sind die Chancen besser, weil die Zahl der negativen Argumente abnimmt. Mercedes-Gerichtsurteile finden Sie HIER.

Bereits vor einem Jahr hatte das Unternehmen bestätigt, dass die fragliche Technologie in vielen anderen Modellen eingesetzt wird. Deshalb war mit weiteren Rückrufaktionen zu rechnen. Die vorliegende Situation und die Vorwürfe sind also nichts Neues.

Besitzer vom Daimler Rückruf betroffener Fahrzeuge werden von Mercedes angeschrieben.

Lassen Sie sich jetzt kostenfrei und individuell beraten. Senden Sie uns hierzu einfach Ihren KFZ-Schein, Kaufvertrag und ggf. den Darlehensvertrag zu oder laden Sie diese gleich über das Kontaktformular zu. 

Ist Ihr Fahrzeug vom Diesel-Abgasskandal betroffen? Nutzen Sie unser Auto-Check und Rechner und finden Sie heraus. Nicht nur VW, sondern auch AudiPorscheSkodaSeatOpel, Mercedes-Benz und BMW haben am Dieselgate teilgenommen.

Mehr zum Mercedes Dieselskandal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.